Mother*Fuckers, Emma Murray

Performance: Emma Murray, Nadine Fuchs. Sound Editing: Till Hillbrecht. Technik: Lola Rosarot. Video: Nicole Pfister. Fotos: Drago Videmšek. Produktionsleitung: Michael Röhrenbach. 
Milieu
Trailer  

Eingebettet in eine Soundscape suchen zwei Performerinnen auf absurde, erfinderische und liebevolle Weise nach subversiven Parallelen in ihrer Arbeit als Mütter und als Künstlerinnen. Sie benutzen ihre Körper als unbekanntes Terrain, auf dem nach Identität, Unabhängigkeit und Liebe gefragt wird. 

In der long durational performace, die die Zuschauer*innen von der Strasse aus durch ein Schaufenster erleben, und nach Belieben kommen, verweilen oder gehen können, wird das normative Verständnis von Mutterschaft und Mütterlichkeit transformiert. In einer performativen Re-Kontextualisierung auferlegen sich die beiden Performerinnen eine Identität, die im Gegensatz zu sozialen Normen steht, wobei ihre Körper im Mittelpunkt sind. Die Performerinnen führen eine auf Intersubjektivität und Gegenseitigkeit basierende Erotik vor, die unterschiedliche Auffassungen von Zuwendung für andere und mit anderen verhandelt. 

Die Performance tut im wahrsten Sinne des Wortes einen Raum auf. Ein gewaltiges und dennoch behütendes Vakuum, in dem über Differenz, Anderssein und Ambivalenz nachgedacht wird. Ausgangspunk für die performative Recherche waren binäre Begriffs-Paare wie: Chaos/Ordnung, Behütung/Provokation, Unabhängigkeit/Abhängigkeit, Produktion/Reproduktion, Individualität/Kollektivität sowie Normativität/Transgression. 

«Mother*Fuckers» ist eine Antwort auf mütterliche Rollenbilder und die gängigen Körper- und Kunstdiskurse, in denen die oben genannten Dichotomien hinterfragt und nicht als solche verstanden werden.

Two women seek subversive parallels in their work as mothers, and makers of performance and choreography - presenting the maternal body as a site from which to question identity, independence and love.